Krieg in der Ukraine – Anhaltende Unsicherheit

In eigener Sache

‌Der Krieg in der Ukraine spitzt sich in diversen Kämpfen um Städte zu. Was für eine unwirkliche Situation, die sich gerade abspielt. Es ist Krieg in Europa. Unglaublich, unfassbar, unendlich traurig und bestürzend.

Die verstörenden Nachrichten verfolgen wir laufend. Die jüngsten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine haben immerhin dazu geführt, Sicherheitskorridore für die Evakuierung der Zivilbevölkerung zu schaffen.

Nebst dem unermesslichen Leid für die Menschen in der Ukraine, für welches wir kaum Worte finden, trifft es uns in unserem Kerngeschäft, und damit auch Sie, geschätzte Kundinnen und Kunden. Die Performance ist negativ, weil die Aktien leiden, und die Bonds leiden, während die Rohstoffpreise steigen.

In einem hohem Tempo wurden in dieser Woche globale Anlagegelder aus Europa, aber auch aus dem Rest der Welt, abgezogen. Aber an den Prognosen der Realwirtschaft und an den guten Indikatoren von europäischen Einkaufsmanagern hat sich bis heute wenig verändert, so zynisch dies klingen mag. Eine starke konjunkturelle Aufhellung kommt derzeit aus dem Abbau der Corona-Restriktionen. Die Auftragsbücher der Firmen füllen sich überdurchschnittlich und die Geschäftsaussichten sind auf ein Achtmonatshoch geklettert. Noch immer bestehen Lieferkettenprobleme, und durch den Krieg in der Ukraine kann sich das in einzelnen Unternehmen sogar noch verstärken. Die höheren Preise für Energie und Agrarrohstoffe (die Ukraine ist die Kornkammer Europas) sorgen für eine hartnäckige Inflation. Das wirtschaftliche Hauptrisiko für Europa bleibt eine potenzielle Drosselung russischer Gaslieferungen und ein daraus resultierender, weiterer Energiepreisanstieg. Damit würden aus den derzeitigen Inflationssorgen echte Inflationsängste, obschon wir mittelfristig von einer spürbaren Entspannung im Energiebereich ausgehen.

Wir gehen davon aus, dass der Krieg ein Ende haben wird, aber wir wissen auch nicht, ob das heute, morgen, übermorgen oder erst in ein paar Wochen oder gar Monaten sein wird. In der Schweiz startet mit der heutigen Generalversammlung von Novartis die Dividendensaison. Die Dividenden liegen so hoch wie noch nie, und davon werden wir profitieren. Aus diesen Gründen behalten wir unsere aktuellen Positionen bei. Panik war noch nie ein guter Ratgeber für Anlageentscheidungen.

 

Wir hoffen auf ein baldiges Ende des Ukrainekriegs. Unsere Gedanken sind bei der ukrainischen Bevölkerung,

Timo Dainese
CEO
Gründer / Geschäftsführender Partner

Prof. Dr. Maurice Pedergnana
CIO
Geschäftsführender Partner

Zurück zu News