Künstliche Intelligenz (KI) treibt die Börsen an. Nvidia, die führende Gesellschaft, welche mit ihren Chip-Prozessoren herausragende KI-relevante Grossrechnerkapazitäten zur Verfügung stellt, liess einen Blick zu auf die Nachfrage nach dem dreidimensionalen H100 Datencenter Chip, auf den die grössten Cloud-Anbieter in der KI-Welt angewiesen sind. Alle wollen diesen Chip, der bis zu 40’000 Dollar kostet. Mark Zuckerberg (Meta) liess sich zitieren, dass er mit den bis Jahresende bestellten 350’000 Chips der Baureihe H100 seine KI-Modelle massiv ausbauen werde. Ähnlich tönt es dort, wo sich die Cloud-Anbieter um Wettbewerbsvorteile balgen. Mit einem Marktanteil von 80% dominiert dieser Chip bei den grössten globalen Anbietern wie AWS (Amazon), Google Cloud (Alphabet) und Azure (Microsoft), die wir alle in den Portfolios halten. Doch bei KI wird der grösste Nutzen nicht beim Chiphersteller generiert, sondern in den Anwendungen, welche den Anlegern vielfältige Chancen in zahlreichen Branchen eröffnen. Beispielsweise erhoffen sich die Pharmakonzerne wie Novartis und Roche mit KI, die Diagnostik und die Medikamentenentwicklung zu beschleunigen sowie die Herstellung produktiver zu machen. Auch die Behandlung soll personalisiert werden, indem die Daten ähnlicher Patienten miteinander abgeglichen werden. Datenverarbeitende Unternehmen wie SAP sind ohnehin KI-Anwender in einem wachsenden Umfang. Der europäische IT-Vorzeigekonzern stellt sich für die KI-Welt auf und wird weiter stark wachsen, weil er jede Applikationsentwicklung auf effiziente, cloudbasierte Programme fokussiert. SAP ist zwar spät auf den KI-Zug aufgesprungen, setzt nun aber viel Energie in den Ausbau dieser Geschäfte. AMD und Intel haben vor rund einem Jahrzehnt ihre strategischen Weichen so aufgestellt, dass sie inzwischen viele Jahre zurückgefallen sind. Vorerst bewegen wir uns jedoch erst am Beginn des KI-Lebenszyklus. In den kommenden Jahren kann sich noch viel verändern – vor allem bei der Implementierung in den jeweiligen Geschäftsmodellen. Ein Mehrjahrestief erfasste dagegen den Nahrungsmittelkonzern Nestlé (251 Mrd. Franken Marktkapitalisierung). Seit dem globalen Aktienmarkteinbruch von März 2020 war der Kurs, der in der Negativzinsperiode zwischenzeitlich 130 Franken erklomm, nie mehr so tief wie nach der jüngsten Berichterstattung. Lediglich noch 94 Franken kostete am Donnerstag eine Aktie. Die Dividendenrendite von 3.2%, die 2.4% höher als die Rendite des zehnjährigen Eidgenossen (0.8%) und deutlich über der durchschnittlichen Schweizer Immobilienfonds-Nettorendite liegt, vermochte den Rückgang vor dem Wochenende zu stoppen. Der Swiss Market Index (SMI) performt zwar, liegt jedoch bei internationalen Vergleichen im Rückstand, u. a. weil sich der gewichtige Pharmakonzern Roche (-5%) in einer veritablen Vertrauenskrise befindet und selbst die interessante Kombination zweier Wirkstoffe gegen Fettleibigkeit kaum mehr Phantasie auslöst. Mit der bisherigen Jahresperformance von +3.2% lag der SMI am Ende der vergangenen Woche im Hintertreffen gegenüber dem breiten US Index S&P 500 (+6.7%) und dem Euro Stoxx 50 (+7.8%).
Erfreulich vermochten sich in jüngster Zeit die Versicherungstitel in Szene zu setzen. Nach den letzten Wochen liegen Swiss Life und Swiss Re (je +11% seit Jahresbeginn), Axa (+10%) und Zurich Insurance (+5%) klar im Plus – aus verschiedenen Gründen. Bei Swiss Life imponiert die Erholung auf den Immobilienmärkten. Das verschafft dem grössten Immobilieneigentümer Europas ertragsreiche Gebühren-Perspektiven auf seinen Immobilienmandaten für Dritte.
Bei Swiss Re läuft gewiss noch nicht alles rund. Doch der Rückversicherer wird mit einem Abschlag gegenüber den Mitbewerbern gehandelt, obschon er über eine solide Dividendenkapazität verfügt. Swiss Re profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach Rückversicherung. Diese ermöglichte dem Rückversicherer, substanzielle Preiserhöhungen bei den Erstversicherern durchzusetzen. Swiss Re geniesst gewiss auch das vorteilhafte Zinsumfeld und die starke Kapitalisierung bei einer hohen Solvenzquote.
Bei Axa wurde der neue dreijährige Strategieplan vorgestellt. Der grösste Schadensversicherer für Unternehmen auf der Welt hat das vormalige Kerngeschäft mit Lebensversicherungen deutlich von 80% auf 20% zurückgefahren. Die erfolgreiche Transformation trägt inzwischen Früchte. Der Gewinnzuwachs im Vergleich zu 2022 beträgt 27% und soll gemäss Strategie fortan um jährlich 6% bis 8% zulegen und für eine kumulierte Cash-Generierung von 21 Milliarden Euro sorgen. Die Dividende wird um 16% erhöht. Inzwischen liegt der Aktienkurs wieder auf dem Höchstwert seit Beginn der grossen Finanzkrise im Jahr 2007.
Bei Zurich war der Gewinnzuwachs 21%, und die Dividende wird auf 26 Franken erhöht (+8%), was einer Dividendenrendite von 5.7% entspricht. Der Gewinn je Aktie soll sich zwischen 2023 und 2025 um mehr als 10% jährlich steigern. Bislang hatte sich der Versicherungskonzern ein Plus von 8% vorgenommen. Mit ihren Aktienkursen von 463 Franken (Zurich) und 649 Franken (Swiss Life) erklommen die beiden Titel das höchste Niveau seit 23 Jahren.
Die Aktie des Flughafens Zürich (+7% seit Jahresbeginn) ist mit den steigenden Passagierzahlen (+13% im Januar) wieder auf das vorpandemische Niveau zurückgekehrt.
Informationsveranstaltung für Privatpersonen – Vortragssprache Schweizerdeutsch – Geld anlegen ist auch Vertrauenssache
Am Donnerstag, 14. März 2024 findet bei uns im Lüssihof eine Informationsveranstaltung für Privatpersonen statt. Dieser Anlass richtet sich primär an Interessierte, die uns näher kennenlernen möchten.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:
Zur Anmeldung
Informationsveranstaltung für Privatpersonen – Vortragssprache Englisch – What now? The Rate Reversal
Am Donnerstag, 29. Februar 2024 findet bei uns eine Informationsveranstaltung für Privatpersonen auf Englisch statt. Der Anlass richtet sich an englischsprachige Personen, die sich unverbindlich einen Eindruck zu unserem Unternehmen verschaffen wollen.
Anmelden können Sie sich im englischsprachigen Bereich unserer Webseite.
Zugerberg Finanz Wandertag – Mai 2024
Am Freitag, 3. Mai 2024 (Verschiebedatum: Freitag, 17. Mai 2024) findet die 18. Ausgabe des Zugerberg Finanz Wandertags statt. Merken Sie sich das Datum vor.
Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung werden zu einem späteren Zeitpunkt über den Veranstaltungsbereich unserer Webseite abrufbar sein.