Vor 5 Jahren fiel die einst so stolze UBS vom Sockel. Bund und Nationalbank mussten die Grossbank vor dem Kollaps retten. Seither ist die Geschichte der UBS geprägt vom US-Steuerstreit, einem Händlerbetrug in London und dem Skandal um manipulierte Liborzinsen. Die UBS hat aber auch einiges getan, um eine stabilere Bank zu werden.
Ohne Risiken kein Gewinn – Perspektiven für die UBS. Interview mit Prof. Dr. Maurice Pedergnana.
Die UBS hat in den letzten 5 Jahren ihr Investment-Banking massiv zurückgefahren. Dies und mehr Eigenmittel machen die UBS im Vergleich zu 2008 sicherer. Prof Dr. Maurice Pedergnana ist überzeugt: «Die UBS wird auch „schlechtes Wetter“ überleben. Wenn es aber darauf ankommt, einen finanziellen Hurrikan zu überleben, da ist die UBS – wie viele andere Grossbanken auch – immer noch nicht ausreichend vorbereitet.»
Seit längerer Zeit kämpft die UBS mit Skandalen. Jetzt sagt Verwaltungsrat-Präsident Weber: «Es herrscht Null-Toleranz für krumme Machenschaften in der UBS.»
Prof. Dr. Maurice Pedergnana zieht hier den Vergleich: «Die UBS verfügt insgesamt über 15’00 Stürmer, die auf 1‘500 Feldern herumwirbeln und versuchen Tore zu schiessen. Gleichzeitig gäbe es etwa 3’000 Verteidiger. Hier ist auch die Schwäche auszumachen. Diese Verteidiger haben neue Trainer, neue Regeln (von den Regulatoren), neue Schuhe, neue Bälle und neue Standorte. Unter all diesen Stürmer, die sie überwachen sollten, gibt es natürlich sehr viele die gut und sehr gut sind, allerdings gibt es aber auch welche mit einem zweifelhaften Charakteren. Das zu überwachen, in einem Konzern von über 60’000 Leuten, das ist eine Herkules-Aufgabe. Daher ist es notwendig, von einer Null-Toleranz zu reden. In der Tat wird es allerdings immer Personen geben, die versuchen werden, Lücken in der Überwachung auszunutzen.»
Interesse geweckt? Hören Sie das ganze Interview von Prof. Dr. Maurice Pedergnana sowie Facts & Figures zu den Perspektiven für die UBS in der Radiosendung «Echo der Zeit» auf dem SRF-Player.