Marktkorrektur

In eigener Sache

In den vergangenen Tagen haben die Schwankungen an den internationalen Kapitalmärkten deutlich zugenommen. Am Aktienmarkt hat eine Korrektur eingesetzt, die sich gestern in den USA und heute in Asien und in Europa akzentuiert.

Die Anleger sind verunsichert über die weitere Entwicklung der globalen Konjunktur sowie die Auseinandersetzung zwischen den USA und China in Bezug auf Strafzölle. Der Internationale Währungsfonds hat in diesen Tagen verlauten lassen, dass sich das globale Wachstum abschwächt. Statt 3.9% (bisherige Prognose) wird für das nächste Jahr «nur» noch 3.7% erwartet. Wir sprechen von einer Korrektur der Wachstumsprognose von 0.2% auf immer noch kräftige 3.7%. Die steigenden Zinsen in den USA – für 10-jährige Obligationen müssen die USA heute wieder 3.15% an Zinsen bezahlen – haben auch am Obligationenmarkt für eine Korrektur gesorgt. Dies verstärkt die negative Tendenz zusätzlich. Es ist eine Reihe von kleineren Faktoren, welche nun unter erhöhter Volatilität in die Kurse eingepreist werden.

Die Märkte werden momentan von Angst beherrscht und wenn die Vergangenheit etwas gelehrt hat, dann gilt es in dieser Zeit ruhig zu bleiben und nicht voreilig zu handeln. Genau dies ist unsere Aufgabe als professioneller Vermögensverwalter. Wir analysieren die Situation laufend und treffen Entscheidungen, basierend auf Fakten, nicht auf Emotionen. Nur weil die Kurse einmal fallen, muss man nicht gleich einen Börsencrash herbeirufen wollen. Solange sich das Wirtschaftswachstum fortsetzt, werden sich auch die Börsen wieder stabilisieren und erholen. Abgesehen davon hat man in einer Korrektur erst dann verloren, wenn man verkauft.

Die letzten Jahre haben uns verwöhnt, dahingehend, dass wir uns Volatilität und Unsicherheit nicht mehr gewohnt sind. Was in diesen Tagen passiert, ist nicht ungewöhnlich. Eher waren die letzten Jahren mit äusserst tiefen Schwankungen und ohne Korrekturphasen als ungewöhnlich zu bezeichnen.

Es ist bisweilen frustrierend, wenn man Aktien von Firmen im Depot hat, die steigende Umsätze und Gewinne verzeichnen, und trotzdem korrigiert die Aktie um 20% oder 30%. Solche Phasen hat es für uns Value-Investoren immer gegeben, und das wird es auch immer geben. Der Markt ist nicht rational, er ist geprägt von der Psychologie der Marktteilnehmer. Daher kommt es so sehr auf die Qualität der gehaltenen Unternehmen an. Hat man gute Qualität im Depot, hat man die Zeit auf seiner Seite. Unternehmen von guter Qualität gehen nicht unter, wenn das globale Wachstum etwas abnimmt. Sie gehen nicht einmal in einer Rezession unter. Aber der Aktienkurs kann zwischenzeitlich unter Druck kommen. Dann kommt der Zeitfaktor ins Spiel: Dann braucht es etwas Geduld. Die vergangenen Korrekturen haben dies immer und immer wieder gezeigt.

Wir haben Qualität in den Depots. Und wir werden die Qualität in den kommenden Tagen und Wochen noch weiter erhöhen. Wir werden uns defensiver ausrichten, und auch etwas mehr Liquidität zur Seite legen. Um sich ergebende Opportunitäten noch besser zu nutzen. Zudem werden uns die Dividenden-Ausschüttungen von 3%-4% im kommenden Frühling wiederum Freude bereiten.

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