Kantonalbanken: Back to the roots

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Prof. Dr. Maurice Pedergnana sprach mit finews.ch über den Rücktritt von Andreas Albrecht und das Kerngeschäft der Basler Kantonalbank.

Auf die Frage, wie Maurice Pedergnana den Rücktritt von Andreas Albrecht beurteile: «Es ist wichtig, dass die Basler Kantonalbank einen Schritt macht, damit sie neues Kundenvertrauen erlangt. Dazu braucht es neue Leute. Die Basler Kantonalbank setzt sehr hohe Ansprüche mit ihrem Werbespruch «Fair Banking». Je höher man die Messlatte setzt, desto tiefer fällt man, wenn man diese Ansprüche verletzt.»

Die Bank wird jetzt interimistisch von Andreas Sturm geleitet, ob es richtig sei, dass Herr Sturm aus dem Grossen Rat zurücktritt. Der Chefökonom der Zugerberg Finanz AG findet: «Dass Sturm aus dem Grossen Rat zurücktritt, das ist richtig und wichtig. In der Rolle des Grossrats hätte er die Aufgabe, sich selbst als Bankratspräsident zu kontrollieren.“ Interessant ist aber ein anderer Grundfehler in der Governance vorliegt: Die Vizepräsidentin rückt nicht nach. Aber wozu hat man denn eine Person in diese Funktion (Vize / Stv.) gewählt?»

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Rote Karte an «Fair Banking»

Wie es denn überhaupt zu den Fehlern bei der Basler Kantonalbank (massive Kursbeeinflussung auf eigenen Beteiligungspapieren; ASE-Kundengelder-Veruntreuung, US-Kundschaft: Beihilfe zur Steuerhinterziehung/Steuerbetrug) gekommen sei: «Man hat im operativen Geschäft am falschen Ort gespart, nämlich bei der Compliance, bei der Rechtsabteilung, bei der internen Überwachung und beim Inanspruchnehmen von einem professionellen Market Making der eigenen Partizipationsscheine», stellt der Professor an der Hochschule Luzern fest.

Prof Dr. Maurice Pedergnana fordert deshalb: «Kantonalbanken soll sich stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Darin liegt ihre Existenzberechtigung – und ganz sicher nicht im Emittieren von strukturierten Produkten. Das ist nicht das, was für volkswirtschaftliche Relevanz steht.»

Interesse geweckt?
Lesen Sie weiter – das gesamte Interview mit Prof. Dr. Maurice Pedergnana aus der Basellandschaftliche Zeitung finden Sie hier.

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