«Der Lernprozess der Banken hat eingesetzt – wenn auch mit unterschiedlichen Tempi»

Presse

Auf dem Finanzplatz Schweiz weht ein neuer, frischer Wind. Man will nicht länger Schwarzgeldparadies sein. Vor gut zwei Jahren lancierten Bundesrat und Bankenlobby die sogenannte Weissgeldstrategie. Das Ziel: Irgendwann sollen auf hier keine unversteuerten Gelder mehr liegen. Dass die Schweiz durch Schwarzgeld reich geworden ist, gab selbst UBS-Chef Sergio Ermotti zu. «Wenn wir überall einen Schwarzen Peter verteilen würden, wo unversteuertes Geld drin ist, wäre die ganze Bahnhofstrasse voll von Schwarzen Petern.» Das werde sich ändern, sagte der Topbanker im Herbst 2011.

Entspricht die neue Rhetorik von Bankern, Bankenlobby und Politik der Wirklichkeit? Das deutsche Handelsblatt machte die Probe aufs Exempel. Sie tarnten sich als vermögende Kunden und versuchten rund 2 Mio. EUR Schwarzgeld auf Konten in Zürich zu verstecken. Das Geld aus einem fiktiven Immobilienverkauf sollte also am deutschen Fiskus vorbei in die Schweiz überwiesen werden.

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