Credit Suisse wird von FINMA und SNB unterstützt

(Bildquelle: Yü Lan - stock.adobe.com)
In eigener Sache

Wir sehen keinen akuten Handlungsbedarf, Gelder bei Credit Suisse abzuziehen

Gestern Abend haben die Finanzmarktaufsicht (FINMA) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Unterstützung für die Credit Suisse zugesichert. Sie wollen, dass das nötige Vertrauen wieder zurückgewonnen werden kann. Zusätzlich haben sie bestätigt, «in sehr engem Kontakt mit der Bank» zu stehen und «über sämtliche aufsichtsrechtlich relevanten Informationen» zu verfügen.

Mit anderen Worten: Die Anforderungen an Kapital und Liquidität sind für systemrelevante Banken besonders hoch und werden von der Credit Suisse weiterhin jederzeit erfüllt. Täglich werden Liquiditäts-, Erfolgsrechnungs- und Bilanz-Veränderungen der Aufsicht zur Verfügung gestellt. Zur präventiven Stärkung gegenüber der verunsicherten Kundschaft stellt die SNB der Credit Suisse mit dem heutigen Tag liquide Mittel im Umfang von 50 Milliarden Franken zur Verfügung.

Es handelt sich um einen erstklassig besicherten Kredit. Das ist ein riesiger Unterschied zur Lage im Herbst 2008, als die UBS teils mit Eigenmitteln von der SNB gerettet werden musste, weil die UBS über ein riesiges Portfolio von schlechten Krediten im US-Hypothekengeschäft verfügte und damals die Anforderungen an Kapital und Liquidität nicht mehr erfüllen konnte.

Aus heutiger Sicht lässt sich sagen, dass die Credit Suisse solide finanziert ist und nun über zusätzliche Mittel verfügt, um weiterhin liquide zu bleiben. Zudem unterbreitet die Bank Investoren Angebote zum Rückkauf vorrangiger Anleihen gegen Barzahlung in Höhe von bis zu drei Milliarden Franken. Die Anleihen der Credit Suisse waren wegen Sorgen um die Stabilität des Instituts unter Druck geraten. Nun nutzt die Credit Suisse die gesunkenen Preise, um die Titel zurückzukaufen. Damit verbessern sich Erfolgsrechnung (verringerte Zinskosten) und Bilanz (Gewinn aus der Transaktion).

Fazit: Eine ungeordnete Abwicklung der Credit Suisse ist für uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellbar. Die Bank ist systemrelevant, und der Finanzplatz Schweiz kann sich dies schlichtweg nicht leisten. Wir sehen daher keinen akuten Handlungsbedarf, Gelder bei der Credit Suisse abzuziehen.

Wir überprüfen und überwachen die Situation täglich neu.

Wenn Sie als Kundin oder Kunde mit Ihrem Privatvermögen in einem Zugerberg Finanz R-Mandat bei der Credit Suisse als Depotbank investiert sind, und sich damit unwohl fühlen, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, die Depotbank kostenlos zu wechseln. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihren persönlichen Finanzberater.

Bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

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