Der holprige Jahresbeginn für Aktien kann nicht über den erfreulichen Beginn der Berichtssaison hinwegsehen. Wir bleiben in Aktien über- und in Staatsanleihen untergewichtet. Denn es gibt spannende Perspektiven, etwa von Partners Group. Die Aktie musste einen herben Rückschlag zu Jahresbeginn hinnehmen, doch die Aussichten bleiben gut. Die anvertrauten Vermögen haben die firmeneigenen Erwartungen übertroffen. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2022 rechnet der Privatmarktanbieter mit einem weiteren Neugeldzufluss und geht von Kapitalzusagen von 22 bis 26 Milliarden Dollar aus. Derzeit liegen die verwalteten Vermögen bei 127 Milliarden Dollar. Die Kundennachfrage nach Privatmarktanlagen wuchs in den letzten Jahren stets um rund 15% jährlich. Noch stärker nahm in den letzten zwölf Monaten der Bruttogewinn der zugrundeliegenden Portfoliogesellschaften zu. Deren adjustiertes EBITDA-Wachstum beeindruckte mit einem Zuwachs von 25%.
Zudem legte der Bauchemiekonzern Sika einen eindrücklichen Zahlenkranz vor. Der Umsatz kletterte im Geschäftsjahr 2021 um 17.1% auf 9.2 Milliarden Franken und übertraf damit sogar die eigenen Prognosen. Am stärksten legte Sika in Nord- und Südamerika zu (+21%), vor Asien/Pazifik (+19%) und Europa/Naher Osten/Afrika (+16%). Sika will aber nicht nur wachsen, sondern auch profitabler werden. An seinen strategischen Zielen hält der Konzern fest. Die Bruttogewinnmarge (EBIT) soll im Bereich von 15% bis 18% liegen. 2020 lag diese noch bei 14.4% und wächst trotz Pandemie – dank Operating Leverage, Preiserhöhungen und Synergien, welche die höheren Faktorkosten überkompensieren. Strategisch vorgegeben ist auch das Wachstumsziel: Sika will bis 2023 jährlich um 6% bis 8% in Lokalwährungen wachsen. Der Konzern geht davon aus, dass der Markt für bauchemische Produkte und Lösungen bis 2023 auf jährlich rund 80 Milliarden Franken wachsen wird, getrieben von Konjunkturprogrammen und dem Trend zu nachhaltigeren Bauten. Das will Sika dies mithilfe der MBCC-Übernahme als unangefochtener Marktführer nutzen.
Positiv war schliesslich auch Holcim aufgefallen. Die Aktie profitierte von einem hervorragenden akquisitorischen Schritt in Frankreich. Mit dem Familienunternehmen, mit dem Holcim als langjähriger Geschäftspartner längst vertraut ist, wird der Bereich «Lösungen & Produkte» gestärkt. Durch die strategiekonforme Übernahme vergrössert sich Holcims Palette von Hochleistungs-Baulösungen, von Fassadenputz, Beschichtungen und Dämmstoffen bis hin zu Klebstoffen und Bodenbelägen mit modernen Energieeffizienz- und Renovierungslösungen.
Generell haben sich die Aussichten auch verbessert, nachdem der Fed-Chairman Jerome Powell beruhigende Worte hinsichtlich der zukünftigen Geldpolitik vor dem US-Senat geäussert hat. Das wird auch dem Swiss Market Index, der seit Jahresbeginn mit -2.7% einen schlechten Start hatte, wieder positive Impulse verleihen.
Die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Staatsanleihe in Schweizer Franken liegt erstmals seit mehr als drei Jahren wieder bei der magischen Null-Linie. Das ist ein gutes Signal für Realanlagen. Immer stärker wird die Zuversicht, dass das Jahr 2022 zu einem starken Wachstumsjahr der Weltwirtschaft wird. Aufgrund des Nachfrageschubs und der zu erwartenden Lieferengpässe im zweiten und dritten Quartal verbreiten sich die Inflationssorgen fast so rasch wie das Coronavirus und heben deshalb die Anleihezinsen auf das höchste Niveau seit drei Jahren. Genau dies führt zu entsprechenden Kursverlusten.
Seit Januar 2021 hat der zehnjährige Eidgenosse 6.0% Kursverlust erzielt. Allein seit Jahresbeginn 2022 sind es bereits wieder 1.2% Verlust. Und es droht noch viel mehr zu werden. Gleichzeitig haben wir für unsere Kundschaft seit Januar 2021 6.3% Kursgewinn mit Unternehmensanleihen (in Schweizer Franken) gemacht. Das ist eine immense Differenz zwischen passivem und aktivem Investieren, was sich im Laufe dieses Jahres erneut manifestieren dürfte.
Weil der pandemiebedingte Nachholbedarf einen realwirtschaftlichen Boom auslösen wird, nährt dieser die Angst vor hartnäckig steigenden Öl-, Gas- und Strompreisen. Auch Rohstoffe dürften sich nochmals verteuern, selbst wenn die Nachfrage durch China im laufenden Jahr unter den Erwartungen vom letzten Herbst liegen dürfte. Rasante Anstiege sind dagegen in vielen industrie- und Schwellenländern zu erwarten. Allein die europäische Wirtschaft wächst gegen 5% in diesem Jahr, die indische Volkswirtschaft dürfte gar 10% zulegen.
Die starke Konjunkturdynamik ermöglicht den Zentralbanken, die Normalisierung der Zinslandschaft anzugehen. Die stärkste Zinswende dürfte von der US-Zentralbank Federal Reserve ausgehen. Manche rechnen da nicht nur mit einer raschen Drosselung der Anleihenkäufe, sondern zugleich mit drei bis vier Leitzinserhöhungen bis Ende Jahr. Dies wird nun sukzessive von den Anleihemärkten eingepreist und sorgt, über mehrere Wechselwirkungen, auch für spürbar höhere Zinsen für langfristige Hypothekarkredite in der Schweiz.
Auszüge und Berichterstattung 2021
Nachfolgend finden Sie die Versandtermine der Jahresendunterlagen.
Depotauszüge Swissquote Bank (Zugerberg Finanz FP, NH, Z, Revo) Versand: Woche 3/4
Depotauszüge Bank Zweiplus (Zugerberg Finanz Revo) Versand: Woche 3
Depotauszüge CS (Zugerberg Finanz R) Versand: bereits versendet
Depotauszüge Zuger KB (Zugerberg Finanz R) Versand: bereits versendet
Rechenschaftsablage Zugerberg Finanz AG (Zugerberg Finanz R) Versand: Woche 3/4
Depotauszüge Zugerberg Finanz FZ und Freizügigkeitsstiftung Wildspitz Versand: Woche 4
Depotauszüge sowie Steuerbescheinigungen Zugerberg 3a Vorsorgestiftung Versand: Woche 5
Steuerauszüge alle Depotbanken Versand: Woche 5 (Bank Zweiplus, SQ); Woche 6 (ZUKB), ab Woche 7 (CS).
Halbjahresbericht Zugerberg Finanz Versand: Woche 3/4
Zugerberg Finanz Wirtschaftsworkshops für Jugendliche
Jugendliche begeistern und motivieren! Am Samstag, 19. März 2022 sowie Samstag, 26. März 2022 veranstalten wir unter den Titeln «Faszination Wirtschaft» und «Faszination Börse & Kapitalmärkte» zwei Tagesworkshops für Jugendliche. Die Anmeldemöglichkeit folgt in Kürze.