Die Aktienmärkte lassen sich durch die Inflation nicht irritieren. In den USA verharrt die Inflation erstmals seit 13 Jahren wieder über 5%. Auch Deutsche bleiben unbesorgt. Deren Inflationsrate lag für Juli bei 3.8%. Auch hier gibt es durch Steuer- und Nachholeffekte ausgelöste Preissprünge, etwa bei der wieder «normalisierten» Mehrwertsteuer, bei den Kraftstoffen und beim Heizöl, wetterbedingt beim Gemüse, bei Kleidern wie auch bei den Fahrzeugen. Die vorübergehend beschleunigte Inflation ist ein positives Zeichen des allmählichen Ausklingens der Pandemie.
Gleichzeitig drücken derzeit unterbrochene Lieferketten und deutlich erhöhte Energie-, Transport- und Logistikkosten auf die Marge. Mit den Detailhandelsketten wird derzeit stark um jede Preiserhöhung gerungen, um die erhöhten Kosten auf die Kundschaft zu überwälzen. Aktuell werden Konsumgüterkonzerne wie Nestlé, Unilever und Procter & Gamble jedoch eher gemieden. Alle berichteten im ersten Halbjahr von steigendem Kostendruck und von der Notwendigkeit teuerungsbedingter Preiserhöhungen. Die Händler blicken auf ein sattes Jahr zurück und steigerten in der Krise Umsatz und Margen. Deshalb kommt es nun zu einem Gerangel mit den Konzernen, das vermutlich mit schrumpfenden Handelsmargen einhergehen wird.
Der Swiss Market Index (SMI) beendete die vergangene Woche wie viele Märkte nahe beim Höchststand. Beim SMI waren es 12’464 Punkte (+2,4% im August). Früher schien manchem Gold als Ausweg in einer inflationären Wirtschaftsphase. Weil die Inflationsentwicklung als vorübergehend beurteilt wird, fällt dieses Argument ausser Betracht. Der Goldpreis setzte sich mit 1778 Dollar pro Feinunze etwas vom Jahrestiefst ab. Verglichen mit dem Hoch von 2075 Dollar vor einem Jahr ist das ein Rückgang von 14%.
Schwierig haben es auch die Banksparer, die sich mit erhöhten Gebühren konfrontiert sehen. Das gilt auch für Anleihensanleger, weil die Zentralbanken einen erheblichen Teil der Anleihen aufkaufen. Die Anleihensmärkte nehmen im grossen Segment «High Grade» immer stärker die Form eines staatlich regulierten Marktes an. So konnte sich Volkswagen in der letzten Woche mit drei Anleihen mit laufzeitabhängigen Coupons von 0% (2025 fällig) bis 0.375% (2030 fällig) mühelos refinanzieren. Weniger von den Zentralbanken beeinflusst ist das attraktive Segment «High Yield», wobei unter «hohen» Zinsen gegenwärtig 1.5% bis 6% verstanden werden muss.
Letztlich bleibt unser Fokus auf qualitativ hochwertigen Aktien zu einem fairen Preis. In diesem Sinne gefielen uns die Botschaften von Zurich Insurance. Die Aktie ist zehn Tage lang hintereinander gestiegen und zeigte mit +11% den steilsten Kursanstieg seit sieben Jahren. Mit Blick auf den bis 2022 laufenden, ambitiösen Dreijahresplan sieht sich der Konzern weiterhin auf Kurs.
In der Mittelschule hielten wir die programmierbaren Taschenrechner von Texas Instruments in den Händen. An der Universität mussten wir die ersten Schritte noch auf dem DEC Grossrechner vornehmen. Zugleich fand die Geburtsstunde des ersten Personal Computers statt. Heute feiert der IBM 5150 seinen 40. Geburtstag.
Das ist ein anschauliches Beispiel für den Fortschritt. Das unhandliche Ding wog knapp 12 Kilogramm, doch das war schon ein immenser Fortschritt gegenüber den kühlschrankgrossen Grossrechnern, der eigentlichen Stärke von IBM. An der berüchtigten IBM Bürokratie vorbei wurde das neuartige PC Projekt in Florida mit einer offenen Architektur lanciert. Damit wurde das Fundament für den Aufstieg von Intel zum weltgrössten Chiphersteller gelegt. Das erste Betriebssystem hiess PC-DOS 1.0. Der 25-jährige Bill Gates und sein Partner Paul Allen waren die Lieferanten: Es war der Beginn von Microsoft.
Einige Jahre später gründeten vier junge Hongkong-Chinesen, die sich durch Nebenjobs in chinesischen Restaurants ihr Ingenieurstudium in Birmingham finanziert hatten, Lenovo. Anfänglich haben sie ausgemusterte IBM Grossrechner an chinesische Universitäten verkauft. Später sind sie selbst in die PC und Laptop Produktion eingestiegen und 2005 haben sie schliesslich die IBM Sparte mit den legendären «ThinkPads» übernommen. Lenovo ist heute führend im weltweiten Markt von jährlich 250 Millionen PCs.
Der erste PC kostete 2’200 Dollar (respektive 5’500 Franken). Die Rechenleistung war äusserst bescheiden und der Speicherchip umfasste gerade 12 Kilobytes. Ein Lenovo ThinkPad ist heute dagegen ein 900 Gramm leichtes, robustes Kraftpaket, immer noch auf Intel und Microsoft basierend. Die Speicherleistung hat millionenfach zugenommen. Das OLED Display ist brillant und die Grafikkarten sind äusserst leistungsstark. Ein ThinkPad kostet nur leicht mehr als 1’000 Franken.
1987 suchte der Nobelpreisträger Robert Solow noch nach dem Einfluss des PCs auf die Produktivität. Fakt ist, dass die Begründung des PCs und der Laptops der Weltwirtschaft einen epochalen Schub verlieh.
Revolutionär vorsorgen
Wir freuen uns sehr, unsere neue 3a-Vorsorgelösung vorstellen zu dürfen: Zugerberg Finanz 3a Revo.
Der Name verspricht nicht zuviel. Es ist ein revolutionäres Vorsorgekonzept. 3a Revo ist die wahrscheinlich direkteste und effizienteste und damit aussichtsreichste 3a-Lösung auf dem Schweizer Vorsorgemarkt.
Was ist 3a Revo?
3a Revo bietet Ihnen bereits ab einem einmaligen Betrag von 5’000 CHF oder einem monatlichen Sparbetrag ab 100 CHF die Möglichkeit, direkt (ohne Fonds) in die Aktien aussichtsreicher Unternehmen zu investieren.
Ermöglicht wird dieses Angebot, weil bei 3a Revo Bruchteile (Fraktionen) von Aktien erworben werden können. Lonza, Partners Group, Nestlé, Sika, Google, Amazon Samsung und viele weitere erfolgsversprechende Aktien: Einzeln von uns ausgewählt und direkt in Ihr 3a Revo Depot gekauft. 3a Revo Kunden werden ab dem ersten Franken zu Aktionären und haben volle Transparenz in ihrem Depot.
Wir sind unglaublich stolz, 3a Revo nun zu lancieren. Es ist eine grossartige Innovation, die auf dem Markt seinesgleichen sucht. Nach dem erfolgreichen Launch von Zugerberg Finanz Revo als klassisches Vermögensverwaltungsmandat im letzten Jahr ist es bereits der nächste Meilenstein in unserer 21jährigen Firmengeschichte.
Interessiert? Gerne steht Ihnen Ihr unabhängiger Finanzberater oder einer unserer Kundenberater zur Verfügung.
Herzlich,
Timo Dainese CEO, Gründer und geschäftsführender Partner