Abwärtstrend schafft Kaufgelegenheiten

Wie erwartet hat der Oktober eine Reihe von Bullen zu Bären gemacht. Argumente gab es für Letztere schon seit langem. Kein einziges Thema ist neu, welches die starken Eruptionen rechtfertigen könnte. Vielmehr hat dies mit Stimmungsschwankungen und Unsicherheiten betreffend eindeutigen Jahresaussichten ab 2015 zu tun. Der US-Treasury-Markt liegt auf einem Niveau, welches unmittelbare Rezessionsgefahr suggeriert. GoldmanSachs und die Deutsche Bank verweisen auf die Stärke der USA, was sich in einer Aufwertung des Greenbacks gegenüber dem Euro und dem Schweizer Franken von bis zu 30% auswirken werde. Dies hat zu panikartigen Verkäufen von europäischen Valoren geführt.

Aktienmärkte

Wir haben unsere Aktienquote schon seit längerem reduziert, diese liegt aktuell weit unter der maximal möglichen Quote. Dadurch können wir in Schwächephasen wieder zukaufen. Mittlerweile haben die Märkte seit den Höchstständen bis 14% (DJEuroStoxx 50) korrigiert, einzelne Aktien sogar um bis zu 30%. Wir denken über eine Erhöhung der Aktienquote nach, mancherorts gibt es schon Kaufgelegenheiten.
Auf den Kapitalmärkten bestimmen immer mehr passive Produkte das Bild. Es wird ziemlich undifferenziert gekauft und verkauft. An einzelnen Tagen wie gestern (Schweizer Börse fiel von 8’200 Punkten um 9 Uhr auf unter 7’900 Punkte um 11.30 Uhr), kann ein entsprechender Rückgang weitere Verkäufe auslösen. Fast lawinenartig kann eine Verkaufspanik entstehen, wenn viele regelbasierte Systeme einander in die Hände spielen. Den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg zu finden ist einfacher als den richtigen Zeitpunkt für den Wiedereinstieg festzulegen. Bei den Anleihen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um die Allokation zu verringern. Mit Renditen von 0,21% auf 5 Jahre und 0,43% auf 10 Jahre (Eidgenossen) ist nach Gebühren, Spesen und Inflation keine Werterhaltung mehr zu erreichen. Mit Edelmetallen, zum Beispiel Gold, wurde seit längerem Geld vernichtet. Wir richten den Fokus weiterhin auf unternehmerische Leistungen und orientieren uns an wirklich überzeugenden Unternehmensstrategien und Geschäftsmodellen.

Herzlich,

Unterschrift_Maurice
Maurice Pedergnana
Chefökonom und Geschäftsführender Partner

Interesse geweckt?
Lesen Sie weiter – den gesamten Artikel aus der Neuen Luzerner Zeitung mit exklusiven Stellungnahmen von Prof. Dr. Maurice Pedergnana finden Sie hier.
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