Das Sparschwein wird ausgehungert

Schwierige Zeiten für Kleinsparer: Die Teuerung ist zwar tief, frisst aber doch praktisch die Zinserträge weg. Finanzexperte Prof. Dr. Maurice Pedergnana, Verwaltungsratspräsident der Zugerberg Finanz AG, erklärt im Interview mit der Surseer Woche, wie man trotzdem ruhig schlafen kann.

Surseer Woche: Als Kleinsparer bekommt man kaum mehr Zins. Gibt es ähnliche risikoarme Anlagen, die wenigstens die Teuerung auffangen?

Maurice Pedergnana: Gegenwärtig ist dies extrem schwierig. Wir stellen sogar fest, dass wir nicht so sehr von risikolosen Anlagen, sondern von zinslosen Risikoanlagen sprechen. Das ist ein wichtiger Punkt, denn dabei handelt es sich um Anlagen, die keine Zinsen abwerfen, aber das Risiko in sich bergen, dass ich bei steigender Inflation einen Realwertverlust erleide. Es ist für mich unverständlich, warum heute die meisten Pensionskassen und Versicherungen vor  allem auf zinslose Anlagen setzen.

Surseer Woche: Der Aktienmarkt ist zurzeit sehr aber schwer einzuschätzen …

Maurice Pedergnana: Hier gilt es zwei Dinge klar zu unterscheiden. Langfristig sind Aktien, insbesondere jene von dividendenstarken, markt- und qualitätsführenden Unternehmungen aus der Schweiz, sehr vorteilhaft. Wenn ich heute in Aktien mit diesen Kriterien investiere, beispielsweise in Nestlé oder Roche, dann habe ich in zehn Jahren mit viel grösserer Wahrscheinlichkeit die Teuerung aufgefangen und eine Rendite. Auf dem Sparbüchlein hingegen wird das Sparschwein schon ziemlich ausgehungert und abgemagert.

Interesse geweckt?
Lesen Sie weiter – das gesamte Interview mit Prof. Dr. Maurice Pedergnana in der Surseer Woche finden Sie hier

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